Geschichte
1971 war ein ganz besonderes Jahr: Das Burgenland war 50 Jahre ein Teil Österreichs. Heiligenkreuz wurde zur Marktgemeinde erhoben und hatte somit Anrecht auf Führung eines eigenen Wappens. Das Sportangebot in der Gemeinde war mehr oder weniger beschränkt auf Fußball. Einige, mehrheitlich junge Bürger, wollten ergänzend zusätzlich andere Sportarten betreiben wie z.B. Tennis. Die Anreisewege zu den nächstgelegenen Tennisplätzen in Jennersdorf, Fürstenfeld und Güssing waren damit von erheblicher Distanz zum Ort Heiligenkreuz. Aus diesem Grund wurde die Idee geboren in Heiligenkreuz einen Tennisplatz zu errichten. Unter dem Ideengeber Julius Schaberl, der damals noch Student war, wurde der Tennisclub gegründet, wobei die Gründungsbesprechung im Dezember 1971 stattfand. Der Tennisclub Heiligenkreuz hielt dann am 01.02.1972 eine konstituierende Versammlung ab und gründete unter folgendem Vorstand den Tennisclub:
| Präsident: | Edith Gibiser |
| Obmann: | Julius Schaberl |
| Obmannstellvertreter: | Franz Kerstinger |
| Kassier: | Edith Koller |
| Kassierstellvertreter: | Julius Gaal |
| Schriftführer: | Edith Frenz |
| Schriftführerstellvertreter: | Josef Gaal |
| Kassakontrolle: | Josef Hacker, Werner Schaberl |
| Beiräte: | Herbert Aufner, Josef Kopitar, Josef Supper |
Nach Vereinsgründung ist der Club an die Gemeinde herangetreten, wobei damals mit dem Bürgermeister Johann Aufner und Vizebürgermeister Karl Ernst verhandelt wurde. Als Standort wurde der Platz westlich vom Fußballplatz und nördlich des Freibades ausfindig gemacht, eben dort wo jetzt der Tennisplatz vorhanden ist. Mit der Gemeinde wurde ein über 99 Jahre bestehender Mietvertrag abgeschlossen. 1972 wurde mit dem Bau des Tennisplatzes begonnen und zwar unter der Bauleitung von DDipl. Ing. Dieter Depisch, wobei die Arbeit als Gemeindeeigenleistung durch die Gemeindebürger getätigt wurde. Die Umkleidekabinen wurden ebenfalls in Eigenleistung an der Nordseite der Badekabinen angebaut. Um den Tennisbetrieb sozusagen zu erlernen, wurden bereits 1972 mit benachbarten Gemeinden Tennisfreundschaftsspiele veranstaltet. 1973 wurde erstmals ein Mannschaftsmeisterschaftsbetrieb begonnen, wobei allerdings das Handikap bestand, dass die Heimspiele alle als Auswärtsspiele durchgeführt werden mussten. Zur Verbesserung des Clubbetriebes und der Clubatmosphäre wurde 1988 der Clubraum geschaffen, ebenfalls wieder in Eigenleistung. Und schlussendlich 1996 erfolgte der Zubau und die Aussengestaltung. Ein ganz besonderer Dank gilt unserem Julius Schaberl, unserem Mann der ersten Stunde, er war nicht nur der Ideengeber, sondern auch der Manager der Bauphase. Julius ist als Obmann beim Tennisclub von 1972 bis 1993, über 22 Jahre, vorgestanden und hat mit Klugheit, Umsichtigkeit und emotioneller Hingabe den Club bestens geführt. Aus diesem Grund haben wir uns entschlossen ihm die Ehrenobmannschaft, anläßlich der 30 Jahrfeier, zu verleihen.
Seit 1994 leitet Edi Zach die Geschicke des Clubs mit unermüdlicher Begeisterung (Edi ist 1977 durch Liebe zur Edith Györy nach Heiligenkreuz gekommen und Tennisclubmitglied geworden). Mit Edi hat eine andere Art der Clubführung begonnen. Er hat mit seiner Begeisterung und Leidenschaft für den Tennissport viele mitmotiviert und zwar insbesondere die Tennisjugend aus dem Ort und der näheren Umgebung. Die Erfolge dieser Begeisterung hatten ihren Niederschlag in der Tatsache, dass unter anderem eine Jugend-Damenmannschaft herangereift ist, die es im Jahr 2000 geschafft hat, in der obersten burgenländischen Meisterschaftsliga (Landesliga A) mitzuspielen. Edi hat auch die Tennisanlage neu gestaltet. Der Vorplatz wurde neu asphaltiert. Das Gerätehaus mit Tenniswand neu gebaut. Die Grünanlage mit Sträuchern und Blumen bepflanzt. Somit ist die Tennisanlage ein Kommunikationszentrum für JUNG und ALT geworden. Abschließend möchte ich sagen und sogar behaupten, wir können mit Stolz auf unseren Verein blicken. Wir wünschen, dass wir weiterhin den Tennisplatz nicht nur als eine Stätte der sportlichen und fairen Auseinandersetzungen sehen, sondern auch als kommunikatives Zentrum und als Erholungspool und Begegnungsstätte mit behaglicher Atmosphäre für unsere Bürger.


